Das Gebäudemodernisierungsgesetz
Gebäudemodernisierungsgesetz:
Rechtlich gilt vorerst noch das GEG
Die Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD hat sich auf die Eckpunkte für ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz verständigt. Dieses Vorhaben soll das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) ablösen und die Regelungen zur Heiztechnik sowie zur energetischen Modernisierung grundlegend neu ordnen. Doch was bedeutet das für die Praxis?
Wichtig für die Einordnung
Derzeit liegt ein politisches Eckpunktepapier der Regierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz vor. Ein verabschiedeter Gesetzestext existiert zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Das bedeutet: Bis zum offiziellen Inkrafttreten des neuen Gesetzes gilt weiterhin das bestehende Gebäudeenergiegesetz (GEG) uneingeschränkt.
Für Eigentümer, Verkäufer und Kaufinteressenten heißt das: Entscheidungen sollten weiterhin auf Basis der aktuell gültigen Rechtslage getroffen werden. Gleichzeitig ist die künftige politische Richtung nun klar erkennbar.
Was politisch vorgesehen ist
Die neuen Eckpunkte sehen eine deutlich stärkere Technologieoffenheit vor als die bisherige Gesetzgebung.
- Wegfall der 65-%-Regel: Die starre Vorgabe, dass neue Heizungen zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen, soll zugunsten flexiblerer Lösungen entfallen.
- Erhalt von fossilen Systemen: Der Einbau von Öl- und Gasheizungen soll grundsätzlich weiterhin zulässig bleiben.
- Schrittweise Transformation: Ab 2029 ist vorgesehen, dass neu installierte fossile Heizungen stufenweise mit einem steigenden Anteil klimafreundlicher Brennstoffe (wie Biogas oder Wasserstoff) betrieben werden müssen. Die genauen Quoten und Übergangsfristen werden derzeit noch final abgestimmt.
- Förderkulisse: Die bestehenden Förderprogramme für klimafreundliche Heizsysteme sollen fortgeführt werden, wobei die Details zu den künftigen Konditionen noch offen sind.
Was aktuell rechtlich gilt
Solange das Gesetzgebungsverfahren läuft, bleibt das GEG die maßgebliche Rechtsnorm. Wer heute eine Immobilie modernisiert, verkauft oder erwirbt, unterliegt den derzeit gültigen gesetzlichen Vorgaben. Gerade bei anstehenden Heizungsinvestitionen ist daher eine sorgfältige Prüfung der aktuellen Lage entscheidend – politische Ankündigungen ersetzen keine geltenden Gesetze.
Bedeutung für Käufer und Verkäufer
Für Verkäufer: Die energetische Qualität einer Immobilie bleibt ein entscheidender Vermarktungsfaktor. Unabhängig von der Flexibilisierung der Regeln wird der Gebäudesektor langfristig zur CO₂-Reduktion verpflichtet bleiben. Eine gute Energieeffizienz sichert die Nachfrage und stabilisiert den Verkaufspreis.
Für Kaufinteressenten: Die Wahl des Heizsystems sollte nicht allein auf kurzfristigen politischen Signalen basieren. In die Kalkulation müssen Investitionskosten, Betriebskosten, verfügbare Fördergelder und die langfristige Entwicklung der Energiepreise (CO₂-Preis) einfließen.
Fazit
Die politische Marschroute für 2026 ist definiert: Mehr Flexibilität und weniger starre Einzelvorgaben. Dennoch befindet sich das Gesetzgebungsverfahren aktuell noch in der Schwebe. In dieser Übergangsphase ist eine fundierte, sachliche Einordnung wichtiger denn je, um teure Fehlentscheidungen zu vermeiden.
Wir lassen Sie in dieser Zeit des Umbruchs nicht allein. Ob Sie eine Immobilie kaufen oder verkaufen möchten – wir bewerten die energetische Situation Ihres Objekts professionell und stützen Investitionsentscheidungen auf belastbare Fakten statt auf bloße Annahmen.
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Herr Mathias Luther
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